Gesprächstherapie nach Rogers



Von C.R. Rogers wurde Anfang der vierziger Jahre in den USA die klientenzentrierte Gesprächs-Psychotherapie entwickelt und 10 Jahre später auch in der Bundesrepublik eingesetzt.

Der Mensch wird von Rogers als ursprünglich gutes, soziales und mit sich selbst im Einklang stehendes Wesen gesehen, welches die Fähigkeit besitzt, sich selbst, seine Ängste und Konflikte zu verstehen und zu bewältigen. Dabei strebt er nach Wachstum und Reifung seines Wesens. Durch Anforderungen und Erwartungen seiner Umwelt, die er ebenfalls erfüllen möchte, gerät er möglicherweise in eine Konfliktsituation und verliert sein inneres Gleichgewicht.

Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, die von C.R. Rogers postulierten Grundsätze dem Klienten gegenüber zu realisieren:

  • die positive Wertschätzung des Klienten
  • das einfühlende Verstehen (Empathie) in die vom Klienten geschilderte Problematik
  • die Kongruenz mit dem Klienten
  • Rückmeldung ohne Verfälschung geben
  • damit eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen.

Während des Gesprächs kann der Klient Klarheit über seine eigenen Ziele erlangen und daraus eine geeignete Lösung entwickeln. Die Gesprächsführung nach Rogers kann bei professioneller Anwendung oft noch ein im Menschen selbst liegendes Wachstumspotenzial zu Tage fördern und ihm damit in allen Lebensphasen zu seiner ganz individuellen Persönlichkeitsentwicklung verhelfen. So ist diese Form der Gesprächsführung besonders in Sinnfragen und speziell im Prozess des Loslassens von gewohnten Lebensphasen und -abschnitten, eine wertvolle Hilfe.

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